Kreisverband Anhalt-Bitterfeld
Senioren Union 02.09.2020
2. Tag in Lüneburg

Am nächsten Morgen (Mittwoch, d. 02.09.20 um 9.45 Uhr) stand vor unserem Hotel eine Pferdekutsche (Kremser) bereit für die Rundfahrt durch die Stadt (sie hat ca. 70000 Einwohner, was etwas schwankt durch die wechselnden Studentenzahlen). Die hübschen Bürgerhäuser, die meisten im Fachwerkstil erbaut mit Klinkersteinen, schmiegten sich eng aneinander und gaben nach jeder Kurve den Blick frei auf weitere Sehenswürdigkeithen, wie z. B. das imposante Rathaus, das aus dem Mittelalter stammt und im Laufe der Zeit immer wieder durch prunkvolle An- und Neubauten ergänzt worden war, und das wir noch näher kennenlernen sollten. Mitten durch die Stadt fliesst das Flüsschen Ilmenau, einst sehr wichtig für den Transport des in Lüneburg gewonnenen und gesiedeten Salzes, das die Stadt damals reich machte.

Leider machen Senkungen von Gebäuden den Stadtvätern Sorgen, da sich im

Untergrund Hohlräume bemerkbar machen, aus denen das geborgene Salz stammte. Dadurch neigen sich die Wände. Dann staunten wir über einen total erhaltenen und noch funktionsfähigen Holzkran, der damals durch zwei Tretmühlenräder angetrieben worden war, zum damaligen Salzumschlag, und zwei original nachgebaute Transportboote.

Dann schloss sich noch ein weiterer Stadtbummel an, zum Fotografieren, bis

wir in einer Freiluftgaststätte direkt an dem hohen Ufer der Ilmenau wieder ein

schönes Mittagessen erhalten haben.

Um 15.45 Uhr war Treffpunkt vor dem Rathaus zu einer Führung durch die altehrwürdigen Säle und Hallen, die alle mit prächtigen Gemälden und Holzschnitzarbeiten verziert und verschönt waren, und die Silber- und Goldschätze aus vergangenen Zeiten bargen.Inzwischen waren Herr Kees de Vries (unser Bundestagsabgeordneter von Sachsen Anhalt und seine Frau) zu uns gestossen und damit mit uns gemeinsam unter den Gästen zur Rede des Lüneburger Ober-Bürgermeisters, Herrn Mägde,(SPD) zugegen waren.

Weiterhin war anwesend Frau Rudolf, die Leiterin der Senioren Union von Lüneburg.

Wir befanden uns in einem hohen repräsentativen Sitzungssaal jüngeren Datums von beeindruckender Schönheit und Anmut. Herr Mägde ergriff das Wort und uns ergriffen seine Worte. Er legte uns eindrucksvoll Freud und Leid seines hohen Amtes dar, was seinen Eindruck nicht verfehlte. Wie wir erlebten und hinterher noch erfuhren, ist er ein Mann, der in seinem Amt begnadet ist und sehr weise vorgeht in seinen Meinungen und Entscheidungen. Das tat gut, daran teilzunehmen und darum zu wissen. Frau Take würdigte dann seine Rede verbunden mit Worten des Dankes und Verständnisses. Anschliessend dann noch ein paar Worte von Frau Rudolf, die sich auf einen baldigen Besuch in Köthen freut und die besonderes Interesse an der Köthener Malschule hat.

Anschliessend konnten wir noch miteinander anstossen. Unter diesen guten Eindrücken stehend fielen mir Worte aus der Bibel ein, wo die Weisheit Gottes aus dem König Salomo spricht (Sprüche 8, 14-16) und zwar sagt sie da: „Mein ist beides,Rat und Tat, ich habe Verstand und Macht. Durch mich regieren die Könige und setzen die Ratsherren das Recht. Durch mich herrschen die Fürsten und die Edlen richten auf Erden,“ So spricht die Weisheit Gottes denen Mut zu, die Verantwortung haben, was zugleich Trost und Ermunterung bedeutet.

Dann (wir waren tief beeindruckt) gingen wir in die Stadt zum gemeinsamen Abendessen in eine gute Gaststätte. Wir wurden in das romantische Kellergewölbe geleitet, was einen eigenen Reiz hatte. Nun lebten die Gespräche wieder auf und wir kamen wieder einander ein Stück näher. Auch an Fröhlichkeit fehlte es nicht,und das Lachen vom Nachbartisch steckte an. Zu

später Stunde besuchte uns noch der CDU-Mann, der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat von Lüneburg, Herr Mencke, und nahm sich Zeit an jedem Tisch zu einem Gespräch. Sehr erfreulich waren seine vernünftigen Ansichten, und wir erinnerten uns freundlich an das Wunder der friedlichen Wende. Er hat noch einen Steinmetzbetrieb, um den er sich kümmern muss. Ein kleines Geschenk für ihn machte viel Freude, als er sich verabschieden musste. Er strahlte Freude und Optimismus aus.  Text mit freundlicher Genehmigung von Reinhard Schmidt