Tourismus für Sachsen-Anhalt
Bundestagsabgeordnete und DEHOGA gemeinsam für den Tourismus in Sachsen-Anhalt
Anlässlich des bundesweiten Branchentages des Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes (DEHOGA) in Berlin besuchten am Montag zahlreiche Mitglieder des sachsen-anhaltischen Landesverbandes den Deutschen Bundestag. Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schildhauer verfolgte damit das Ziel, den traditionell hervorragenden Kontakt zwischen DEHOGA und Bundestag auch auf Landesebene zu vertiefen. Am Vormittag begrüßten die Abgeordneten Ulrich Petzold (CDU), Reinhard Weis (SPD) und Engelbert Wistuba (SPD) die Gäste zu einer gemeinsamen Führung durch das historische Reichstagsgebäude. Der britische Architekt Norman Foster hat das von außen sehr kompakt und massiv wirkende Gebäude mit viel Glas zu einem hellen und Licht durchfluteten Parlamentsbau umgestaltet. Ein Symbol für eine offene und transparente Politik, die das Gespräch und die Kooperation mit den Interessenvertretern sucht.
Zur Sache ging es dann im Rahmen eines Mittagessens in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. Die Unternehmer aus den verschiedensten Regionen Sachsen-Anhalts machten deutlich, welche Probleme ihnen auf den Nägeln brennen. Als Gesprächspartner standen Ihnen neben den Abgeordneten Wistuba und Petzold weitere Vertreter Sachsen-Anhalts im Bundestag zur Verfügung: Uda Heller (CDU), Undine Kurth (Bündnis 90/Die Grünen), Silvia Schmidt (SPD) und Dr. Christoph Bergner (CDU). Die Themenpalette war breit gefächert. Kritisiert wurde beispielsweise die Neuregelung des Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrages durch die Ministerpräsidenten der Länder. Übernachtungsbetriebe mit mehr als 50 Zimmern müssen danach ab 2005 deutlich mehr GEZ-Gebühren entrichten, nämlich 75 % (statt bisher 50 %) der vollen Gebühr. Die Unternehmer wünschten sich Unterstützung bei der Regelung für nicht-amtliche Hinweisschilder an Bundesstraßen. Außerdem wurde das aktuelle Marketing der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) kritisch hinterfragt. Gerade bei den auch international bedeutenden Themen wie UNESCO-Welterbe und Reformation bedauerten die Branchenvertreter die nach wie vor geringe Zahl ausländischer Gäste in Sachsen-Anhalt. Die Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen unterstrichen, dass sie für das Ziel einer wachsenden Tourismusbranche in Sachsen-Anhalt mit den Touristikern an einem Strang ziehen. Sie betonten, dass der Kontakt zu den Branchenvertretern und zu den Unternehmern vor Ort dafür von großer Wichtigkeit ist. Denn nur durch eine gute Kommunikation lassen sich Probleme frühzeitig erkennen und Informationsdefizite auf beiden Seiten ausgleichen.
