Gegen vorzeitige Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes
Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Brigitte Take, hat vor einer vorzeitigen Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes gewarnt. Noch sei das Lohngefälle zwischen osteuropäischen Staaten und dem deutschen Arbeitsmarkt zu hoch. Eine Öffnung würde nur dazu führen, dass der hiesige Arbeitsmarkt enorm unter Druck von Dumping-Arbeitskräften geraten würde. „Angesichts von immer noch 3,5 Millionen Arbeitslosen kann ich uns nur raten, nicht übermütig zu werden. Der hiesige Beschäftigungsmarkt ist außerordentlich empfindlich. Solange die Konjunktur läuft, gelingt es langsam, die Arbeitslosigkeit abzubauen. Sollte die Konjunktur jedoch ins Stocken geraten, dann würde eine vorfristige Öffnung für osteuropäische Arbeitskräfte eine Schockwelle am Arbeitsmarkt von ungeahntem Ausmaß auslösen“, so Take. Take fordert stattdessen eine Verlängerung der Sperrfrist bis 2011, auch wenn in einigen Branchen Fachkräftemangel herrsche. Vielmehr sei der Engpass an hiesigen Spezialisten ein Problem der rückläufigen Ausbildung durch die Unternehmen. Es müsse stattdessen versucht werden, durch die Vermittlung von heimischen Arbeitskräften, die Fachkräftelücke zu schließen.
