Take: Erst Erfahrungen mit Bürgerarbeit sammeln
Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Brigitte Take, hat angesichts der Diskussionen über einen kommunalen Kombilohn eine stärkere „Bündelung der Ressourcen“ im Arbeitsmarktbereich gefordert. Derzeitig gebe es Dutzende Modelle in ganz Deutschland und halbjährlich kämen neue hinzu. Dies führe inzwischen zu einer unübersichtlichen Förderstruktur im Bereich des Arbeitsmarktes. In Sachsen-Anhalt sei das Projekt „Bürgerarbeit“ auf einem sehr guten Weg. Das Projekt sei bereits eine Form kommunaler Arbeitsförderung. Take plädierte dafür, zunächst mehr Erfahrungen mit dem Projekt Bürgerarbeit zu sammeln. Die bisherigen Ergebnisse seien viel versprechend. „Damit könnte es künftig möglich sein, gezielt strukturschwache Regionen in ganz Deutschland zu fördern. Neben der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen entfaltet das Modell zusätzliche arbeitsmarkpolitische Wirkungen. Durch die individuelle Behandlung gelingt es, das Profil der Arbeitssuchenden für eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt zu optimieren“, sagte Take. Sie warnte vor einer Arbeitsmarktförderung nach dem Gießkannenprinzip. Die Erfahrungen mit AB-Maßnahmen hätten gezeigt, dass die tatsächlich beschäftigungspolitische Wirkung für den einzelnen Arbeitslosen gering ist. Vielmehr müsse versucht werden, Menschen nach ihren Fähigkeiten einzusetzen und ihnen über eine gezielte Weiterbildung und Qualifizierung eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt zu bauen. „Bei der klassischen ABM hat dieser Ansatz nicht bestanden“, betonte die CDU-Arbeitsmarktexpertin. (29. Juni 2007)
