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(Geschichtlicher) Blickwechsel

Der Einladung zum Thema „Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur“ in Kooperation mit dem Bildungswerk Schloss Wendgräben der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Kolpingsfamilie Köthen folgten knapp 200 Bürgerinnen und Bürger am 26. Juni 2009 in die Martinskirche Köthen.
Dr. Hubertus Knabe, Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des DDR-Sicherheitsdienstes, stellte in seinen Ausführungen dar, wie es in der Bundesrepublik Deutschland 20 Jahre nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung aussieht. Sein besonderes Augenmerk legte er dabei auf das Erbe des SED-Regimes. An Hand einer jüngst veröffentlichen Umfrage stellte Knabe dar, dass viele Bürgerinnen und Bürger der Neuen Bundesländer heute mehr positive Seiten an der damaligen DDR nennen können als negative. Misshandlungen, Mordversuche und viele andere Ereignisse sind scheinbar in Vergessenheit geraten. Er zeigte deutlich auf, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten darf und weiter an der Aufarbeitung und Aufklärung der DDR-Diktatur gearbeitet werden muss. Darin bestärkte ihn auch Gerhard Ruden, Landesbeauftragter für Stasi-Unterlagen Sachsen-Anhalts.
Der Abend wurde von Dr. Steffen Reichert einem freien Journalisten moderiert.

Barbara Northoff

 

Dr. Hubertus Knabe

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