
Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Brigitte Take, hat die Arbeitgeber des Landes aufgefordert, auch Hartz-IV-Empfängern eine faire Chance bei Bewerbungen einzuräumen und Vorurteile abzubauen. Oft werden diese bereits im Vorfeld aussortiert, da man befürchtet, dass die Qualifikation nicht den Anforderungen in den Unternehmen entspricht. „Wir bewegen uns da leider in einer Grauzone. Niemand wird zugeben, dass er so verfährt. Im Alltag jedoch wird oft zwischen Bewerbern aus aktiven Beschäftigungsverhältnissen und Hartz-IV-Empfängern unterschieden“, so Take.
Dies ist völlig kurzsichtig. Viele Arbeitslose sind hervorragend qualifiziert und motiviert. Vielfach werden Arbeitnehmer unverschuldet arbeitslos und sind nach nur 12 Monaten Empfänger von ALG-II. Diese werden dann mit Langzeitarbeitslosen in einen Topf geworfen, obwohl sie noch kürzlich voll im Berufsleben standen. Take lobt in diesem Zusammenhang die Bemühungen der Bundesagentur für Arbeit und der Landesregierung. Durch Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sind Arbeitslose in Sachsen-Anhalt wertvolle Fachkräfte.